Altern Zukunft

Aufschieberitis ade!

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Ran an Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Rente und…Wohnzimmer

Eigentlich möchte ich mich gerade nur voll und ganz in den Frühling stürzen. Die Natur ist erwacht. Alles ist grün, die Bäume fangen an zu blühen und wir haben bereits einige Tage in der prallen Sonne auf unserer Terrasse verbracht. Das ist einfach nur herrlich!

Ändert nur nichts daran, dass wir neben dem zu streichenden Wohnzimmer auch einige andere wichtige und unaufschiebbare Dinge regeln müssen.

Die Renovierung des Wohnzimmers würde erfahrungsgemäss um ein weiteres Jahr verschoben werden, wenn es bis zum Ende des Sommers nicht über die Bühne ist. Da das nicht wieder passieren soll (seit 10 Jahren hinterlässt der Kaminofen nun schon seine dunklen Rußspuren), haben wir den Zeitraum für die Vorbereitung und das Streichen selbst schon fest für Ende Mai / Anfang Juni eingetaktet. Vorbildlich also!

Und wie sieht es aus mit Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht? Wollen wir ebenfalls schon seit Jahren machen. Meistens, wenn wir mitbekommen, dass näherstehende Menschen das gerade für sich erledigt haben.

„Denk mal daran, müssen wir unbedingt noch machen!“

Letztes Jahr dachte ich, wir könnten das einfach auf die dunklere Jahreszeit verschieben. Meine Begründung: Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung – das hat genauso wie Testament schreiben alles zu tun mit den (mehr oder weniger) letzten Dingen. Und die stehen immer im November, besonders an Allerheiligen, – seelen, Volkstrauertag und Totensonntag im Mittelpunkt des Interesses, wenn es unausstehlich dunkel, kalt und regnerisch ist.

Dass das nicht funktioniert, beweisen die zurückliegenden November, die mich gerade deshalb – weil dieser Weltuntergangsmonat so auf die Seele drückt – von diesem Vorhaben abhielten.

„Es ist schon alles so erdrückend, da muss man sich doch nicht noch mit solchen Dingen beschäftigen.“

Irgendwie habe ich auch die Gewissheit, dass es jetzt sein muss! Bitte nicht noch weiter aufschieben! Auch nicht nur 1 Jahr! Jetzt! Mit mittlerweile über 50 ist die Zeit dafür gekommen, sich mal gründlich mit diesen „letzten Dingen“ zu beschäftigen. Davon bin ich überzeugt.

Und wenn wir das dann alles geschafft haben, gehts wieder locker weiter 😉

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