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Engagement 50 plus – Protest sichtbar machen

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Wann war ich mal auf einer Demonstration?

Ich kann mich nicht richtig erinnern, dass ich in meinem bisherigen Leben schon mal auf einer größeren Demonstration gewesen wäre. Also richtig protestiert hätte – und das nicht nur schriftlich, mündlich oder vor einer kleineren oder größeren Gruppe. Nein, als kleiner Teil in einer großen Bewegung? Ist vielleicht ein oder zweimal vorgekommen. Den Anlass weiß ich nicht mehr. Einmal war es eine Lichterkette 1992 in Bremen und es ging gegen Rassismus.

Aber jetzt werde ich es tun!

Und zwar Ende Juni auf der Stopp-Airbase-Ramstein-Kampagne. Weil es Not tut und ich mich in der Pflicht sehe, mit dazu beizutragen, dass Protest größer und sichtbarer wird.

Denn:

„Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen.“

Das sind meine favorisierten Veranstaltungen:

 

Öffentliche Abendveranstaltung, Freitag, 29. Juni, 19 Uhr:

Die öffentliche Abendveranstaltung findet auch dieses Jahr in der Versöhnungskirche Kaiserslautern statt. Es werden auch diesmal RednerInnen (u.a. Gabriele Krone-Schmalz), die für ihren Einsatz für den Frieden weltberühmt sind, ab 19 Uhr für das interessierte Publikum zu friedenspolitische Themen referieren.

Versöhnungskirche Kaiserslautern

Leipziger Str. 5, 67663 Kaiserslautern

 

Demonstration, Samstag, 30. Juni, ab 13 Uhr

„Als Höhepunkt der diesjährigen Proteste ist eine Demonstration mit 4 Kundgebungen am Samstag, den 30.06.18 geplant. Die Auftaktkundgebungen finden ab 13 Uhr in Landstuhl an der Stadthalle sowie in Ramstein-Miesenbach am Haus des Bürgers statt. Anschließend ziehen die Demonstrationszüge gemeinsam zum Denkmal für die 1988 ums Leben gekommenen Flugshow-Opfer. Hier wollen wir am dreizigsten Jahrestag der Katastrophe der Opfer gedenken.

Abschließend treffen wir uns gegen 16 Uhr vor den Toren der Air Base Ramstein zur Abschlusskundgebung. Auf allen Kundgebungen werden zahlreiche KünstlerInnen und RednerInnen die Teilnehmenden informieren und ein buntes Programm präsentieren.

Erstmals planen wir zusätzliche friedliche Aktionen vor der Air Base Ramstein, die sich nach der Demonstration anschließen sollen. Die Air Base „schließen“ ist ein neues herausforderndes Ziel, das jetzt intensiv vorbereitet werden soll. Dazu gehören Trainings für zivilen Ungehorsam genauso wie das Gewinnen spezieller Berufsgruppen, sich aktiv zu beteiligen. Unser Protest vor den Toren der Airbase soll friedlich, vielfältig, bunt und im Geiste von Mahatma Gandhi und Martin Luther King sein.

Hier der Aufruf zur Kampagne „Stopp Ramstein“:

Der US-Militärstützpunkt Ramstein ist ein zentrales Drehkreuz für die Vorbereitung und Durchführung völkerrechtwidriger Angriffskriege. Die meisten tödlichen Einsätze US-amerikanischer Kampfdrohnen, u.a. in Irak, Afghanistan, Pakistan, Jemen, Syrien und Afrika, werden über die Satellitenrelaisstation auf der US-Air-Base Ramstein durchgeführt.

US-Drohnenpiloten auf verschiedensten Militärbasen nutzen Ramstein für die Steuerung der Killerdrohnen in weltweiten und illegalen Kriegseinsätzen. In Ramstein analysieren und aktualisieren ca. 650 MitarbeiterInnen ständig die Überwachungsdaten der vermeintlichen Zielpersonen und leiten ihre Daten dann weiter.

Die US-Regierung hat mittels Drohnen in Pakistan, Jemen und Somalia fast 5000 Menschen außergerichtlich getötet sowie über 13.000 im Afghanistan-Krieg. Ungezählte Opfer gab es durch US-Drohnen im Irak, in Syrien und in Libyen. Die große Mehrzahl der Opfer waren Unbeteiligte wie Frauen, Kinder und alte Menschen. Die Mordbefehle werden per Joystick über die Satelliten-Relaisstation in Ramstein an die jeweiligen Drohnen übermittelt. Ohne Ramstein würde der gesamte Drohnenkrieg auf unbestimmte Zeit empfindlich behindert.

Zugleich war Ramstein logistisch unverzichtbar für die Durchführung des brutalen US/NATO-Kriegs in Afghanistan und des US-Angriffskriegs in Irak. Gleiches gilt für drohende US-Interventionskriege, einschließlich an den Grenzen zu Russland.

Die Komponenten des US-Raketenabwehrschildes sind in verschiedenen NATO-Staaten stationiert, eine seiner Befehlszentralen ist in das AIRCOM, das Hauptquartier aller NATO-Luftwaffen, auf der US-Air Base Ramstein integriert.

Außergerichtliches Töten von BürgerInnen anderer Staaten auf deren Territorien verstößt nicht nur gegen die Menschenrechts-Charta der UNO und gegen das Völkerrecht, sondern auch – wenn das Verbrechen von deutschem Hoheitsgebiet ausgeht – gegen unser Grundgesetz. Das wollen wir nicht länger hinnehmen, weder das illegale Treiben der USA in Deutschland noch deren Völkerrechtsverbrechen von deutschem Boden aus, noch deren Unterstützung durch die Bundesregierung.

Wir fordern daher vom Deutschen Bundestag und von der Bundesregierung, den USA die Nutzung von Ramstein als Basis zur Drohnenkriegsführung zu verbieten und die Satelliten-Relaisstation zu schließen, zugleich selbst auf die Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr zu verzichten und die Einführung von Kampfrobotern im Militär zu ächten, sowie die illegalen Ausspähpraktiken der NSA in Zusammenarbeit mit dem BND, wofür Ramstein ein Kristallisationspunkt ist, zu beenden.

Ohne persönlichen Einsatz und demonstrative Aktionen kann die brandgefährliche Militärpolitik der Bundesregierung und die Kriegshandlungen der US/NATO nicht gestoppt werden.

Deswegen rufen wir im Rahmen einer längerfristigen und umfassenden Kampagne auf zur Demonstration und Kundgebung vor der Air Base Ramstein.

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