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Was bringt 2019? Ein Ausblick mit guten Vorsätzen!

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Konzentration auf das Wesentliche in der zweiten Lebenshälfte

Wir saßen mit einem befreundeten Paar über Sylvester und Neujahr ganz behaglich, gemütlich und warm an der Ostsee zusammen. Aßen und tranken gut, als noch vor dem Jahreswechsel gegen Mitternacht die obligatorische Frage nach den guten Vorsätzen für 2019 plötzlich im Raum stand.

Eigentlich hatte ich vorgehabt, mich wie in den vergangenen Jahren, unauffällig herauszuwinden, sollte dieses Frage kommen. Oder aber schnell auf ein anderes Thema zu lenken.

Als ich dann aber an der Reihe war, begann ich automatisch von mehr Gelassenheit und Fokussierung zu sprechen. Und da wir auch schon ein bisschen beschwipst waren, redete ich ziemlich lang und schnell.

  • Sich nicht immer automatisch für alles verantwortlich fühlen.
  • Öfter mal abwarten, was passiert, wenn ich selbst nicht gleich aktiv werde?
  • Dem plötzlich auftretenden Druck in bestimmten Situationen einfach mal standhalten und nicht augenblicklich einknicken.

Wie das die anderen aufgefasst haben, weiß ich nicht!

Fokussierung und Konzentration auf die „zweite Lebenshälfte“ – das sind meine Themen für 2019.

Diesen Text „Meine Seele hat es eilig“ von Ricardo Gondim fand ich auf dem Blog von Jens Wernicke und er fasst sehr gut zusammen, wo ich mich befinde. Vielleicht hilft er ja auch Euch anderen Altersgenossen, die Weichen für den weiteren Weg (richtig) zu stellen!?

Ich zählte meine Jahre und entdeckte, dass mir weniger Lebenszeit bleibt, als die, die ich bereits durchlebt habe.
Ich fühle mich wie jenes Kind, das eine Schachtel Bonbons gewann: die ersten aß es mit Vergnügen, doch als es merkte, dass nur noch wenige übrig waren, begann es, sie wirklich zu genießen.
Ich habe keine Zeit mehr für endlose Konferenzen, in denen Statuten, Regeln, Verfahren und interne Vorschriften besprochen werden, wohl wissend, dass nichts erreicht wird.
Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen, die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind.
Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen.
Ich will nicht in Versammlungen, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.
Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.
Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.
Die Menschen, die keine Inhalte diskutieren, sondern, wenn’s hochkommt, die Überschriften. ​Meine Zeit ist zu knapp, um über Überschriften zu diskutieren.
Ich suche nach dem Wesentlichen, denn meine Seele hat es eilig. Ohne viele Süssigkeiten in der Schachtel.
Ich möchte mit Menschen leben, mit menschlichen Menschen.
Die über ihre Irrtümer lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden.

Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen.
Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite von Wahrheit und Anstand gehen möchten.
Das ist es, wofür es sich zu leben lohnt.
Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die sich darauf verstehen, das Herz der Menschen zu berühren. Menschen, die die harten Schläge des Lebens lehrten, in sanften Berührungen der Seele zu wachsen.
Ja … ich habe es eilig … in der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.
Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden.
Ich bin mir sicher, dass sie noch köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe. Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.
Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.

Ricardo Gondim

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